|
In der heutigen Arbeitswelt, die zunehmend konstante Konzentration, schnelle Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit verlangt, unter Druck zu arbeiten, gewinnen Lösungen zur Förderung des Wohlbefindens von Mitarbeitenden immer mehr an Bedeutung. Die Ergonomie des Arbeitsplatzes spielt dabei eine entscheidende Rolle. Konzepte wie Sit-Stand-Arbeit – also der Wechsel zwischen sitzender und stehender Tätigkeit – sowie aktives Sitzen, das die Haltungsmuskulatur aktiviert, helfen dabei, Muskelverspannungen zu reduzieren und die Durchblutung zu verbessern. Dies trägt zur Entspannung und zu einer besseren Konzentrationsfähigkeit bei.

Wenn man Ergonomie im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden von Mitarbeitenden betrachtet, ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig, der auch sensorische und emotionale Bedürfnisse der Nutzenden berücksichtigt.
Dies ist besonders relevant für neurodivergente Menschen – darunter Personen im Autismus-Spektrum, Menschen mit ADHS oder hoher sensorischer Sensibilität, die Umweltreize häufig intensiver wahrnehmen und in traditionellen Büroumgebungen schneller von Reizüberflutung betroffen sein können. In diesem Zusammenhang können Schaukelbewegungen und die Möglichkeit sanften Wippens als ergonomische Elemente betrachtet werden, die die Regulation des Nervensystems unterstützen.

Schaukelbewegungen für Ruhe und Konzentration
Schaukelbewegungen, die häufig mit der Kindheit assoziiert werden, können auch auf Erwachsene äußerst positive Auswirkungen haben. Studien zur vestibulären Stimulation zeigen, dass sanftes Schaukeln dabei helfen kann, Stress zu reduzieren, die Konzentration zu verbessern und die Schlafqualität zu fördern.
Untersuchungen, die im Journal of Clinical and Diagnostic Research* veröffentlicht wurden, zeigen zudem, dass regelmäßige vestibuläre Stimulation zur Senkung des Cortisolspiegels beitragen und physiologische Parameter im Zusammenhang mit Stress und körperlicher Anspannung – wie Blutdruck und Herzfrequenz – positiv beeinflussen kann.

Das vestibuläre System ist nicht nur für das Gleichgewicht verantwortlich, sondern auch für die Regulation der Erregung des Nervensystems. Das bedeutet, dass die natürlichen Schaukelbewegungen beim Nutzen von Schaukelstühlen, Schaukeln oder balancierenden Sitzmöbeln beruhigend auf das Nervensystem wirken und die Entspannung fördern können.

Wie sieht das in der Praxis aus?
Bei der Gestaltung von Arbeitsumgebungen – insbesondere in Ruhe- und Entspannungsbereichen – werden das Wohlbefinden der Mitarbeitenden und Aspekte der Neurodiversität zunehmend berücksichtigt. Deshalb werden Bereiche zur sensorischen Regeneration zu einem wichtigen Bestandteil moderner Bürokonzepte. Schaukeln, Schaukelstühle und Sitzlösungen, die subtile Bewegungen ermöglichen, helfen Nutzenden dabei, Spannungen schneller abzubauen, den Arbeitskomfort zu verbessern und die Konzentration bei alltäglichen Aufgaben zu fördern.
Bei der Planung von Arbeitsräumen lohnt es sich daher, Lösungen einzubeziehen, die das natürliche menschliche Bedürfnis nach Bewegung unterstützen. In Entspannungszonen eignen sich beispielsweise Schaukelstühle (Ox:co, Vieni) , Jelly - Sitzmöbel mit drehbarer Schaukelbasis, schaukelnde Möbel wie der Social_swing oder Konferenzstühle mit 3D-Bewegungsmechanismus. Diese Lösungen ermöglichen subtile Bewegungen während des Sitzens und unterstützen die Regulation von Muskelspannung, verbessern den sensorischen Komfort und vermitteln Nutzenden ein größeres Gefühl von Freiheit sowie eine natürlichere Interaktion mit dem Raum.

Sitzmöbel mit Schaukelmechanismus entsprechen dem übergeordneten Wellbeing-Trend, dessen Ziel es ist, Umgebungen zu schaffen, die besser auf natürliche menschliche Bedürfnisse abgestimmt sind. Dadurch wird Schaukeln nicht mehr ausschließlich als Form der Entspannung wahrgenommen, sondern zunehmend als bewusst eingesetztes Werkzeug zur Gestaltung nutzerfreundlicher und stärker am Wohlbefinden orientierter Arbeitswelten verstanden.
* Quelle: Vestibular Stimulation for Stress Management in Students, Journal of Clinical and Diagnostic Research, 2016
|