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Design für mehr Wahlfreiheit: Neuroinklusivität am Arbeitsplatz

 

Schätzungen zufolge sind derzeit etwa 20 % der Weltbevölkerung neuroatypisch. Jahrelang wurden Büroumgebungen für einen einzigen, durchschnittlichen Nutzer konzipiert. Wie das Gensler Research Institute jedoch hervorhebt, können Unterschiede in der Verarbeitung sensorischer Reize die Erfahrungen neuroatypischer Menschen am Arbeitsplatz beeinflussen, und einige der Lösungen, die deren Wohlbefinden fördern, können auch für andere Mitarbeiter von Vorteil sein. Ein neuroinklusives Büro ist also keine Sonderregelung für eine Minderheit, sondern ein Arbeitsumfeld, das mehr Auswahl bietet und eine bessere Anpassung der Bedingungen an individuelle Bedürfnisse ermöglicht.

 

Wie gestaltet man ein neuroinklusives Büro?


Ein gut gestaltetes Büro sollte den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden und ihnen Wahlmöglichkeiten bieten. Das Maß an Reizen, das Bedürfnis nach Konzentration, Bewegung, Kontakt zu anderen oder nach einem Moment der Ruhe ändern sich im Laufe des Tages. Daher ist es sehr wichtig, den Büroraum abwechslungsreich zu gestalten und zahlreiche Lösungen anzubieten, mit denen der Arbeitsplatz an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst werden kann.

 

 

Akustik im neuroinklusiven Büro

 

Lärm ist einer der Hauptfaktoren, die zu sensorischer Überlastung führen und die Konzentration beeinträchtigen können. Ein neuroinklusives Büro sollte daher sowohl Räume bieten, die der Konzentration förderlich sind, als auch Bereiche, die für Gespräche und Zusammenarbeit vorgesehen sind.


Die Akustikkabinen „Treehouse“ und „Flathouse“ schränken den Zustrom von Reizen aus der Umgebung ein und verhindern gleichzeitig, dass diese nach außen dringen. Sie können einen Mikroraum für laute Besprechungen und kreative Treffen schaffen, aber auch als Ort der Ruhe dienen. Akustikpaneele und -möbel wirken subtiler: Sie absorbieren Schall, reduzieren den Nachhall und tragen dazu bei, ein ruhigeres Arbeitsumfeld zu schaffen.

 

Ergonomie und Bewegung – Unterstützung der Konzentration im Laufe des Tages


Die Möglichkeit, die Körperhaltung zu ändern und sich natürlich zu bewegen, kann einen wesentlichen Einfluss auf den Komfort und die Konzentration bei der Arbeit haben. Für manche Menschen kann die Möglichkeit, sich zu bewegen, die Körperhaltung zu ändern oder sanft zu schaukeln, die Konzentration fördern und beruhigend wirken.
Höhenverstellbare Tische ermöglichen einen einfachen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, während ergonomische Drehstühle eine korrekte Körperhaltung und Bewegungsfreiheit fördern. In weniger formellen Räumen eignen sich Möbel mit Schaukelfunktion. Sitzmöbel wie „Jelly“ oder „Social_swing“ können dabei helfen, die Anspannung zu regulieren und die Aufmerksamkeit zu fokussieren.


Lesen Sie, wie sich das Schaukeln auf das Wohlbefinden auswirken kann [Artikel lesen]

 

 

be: together – unterschiedliche Orte, unterschiedliche Bedürfnisse

 

Gemeinschaftsarbeitsräume werden von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen genutzt. Sie bilden eine Art Beziehungssystem, in dem die Nutzer mithilfe entsprechender Zonen die Intensität der Reize und des Kontakts zu anderen regulieren können.


Die Möglichkeit, einen auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Arbeitsplatz zu wählen, kann das Engagement, die Effizienz und die Konzentration steigern. Die Berücksichtigung vielfältiger Arbeitsweisen bedeutet nicht, einen separaten Bürotyp zu schaffen, sondern eine Umgebung, die den Nutzern die Wahl lässt: Orte zum Konzentrieren, zur Zusammenarbeit, zum Kontakt mit anderen und zur Entspannung.


Akustik, Ergonomie, Bewegungsmöglichkeiten und eine durchdachte Zoneneinteilung tragen dazu bei, einen Raum zu schaffen, der den unterschiedlichen Arbeitsweisen besser gerecht wird. Ein solcher Ansatz, der als neuroinklusives Design bezeichnet wird, kann nicht nur neuroatypische Menschen unterstützen, sondern auch den Komfort und das Wohlbefinden vieler Büronutzer fördern.